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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Artikel vom 16.10.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in der letzten Gemeinderatssitzungen kam es zu Ausschreitungen, die so nicht hinnehmbar und tragbar sind. Beim Tagesordnungspunkt Nr. 6 „Fällen von Bäumen“ wurde durch die Verwaltung der Sachvortrag gehalten und vorgeschlagen, die 5 Eichen am Kindergarten wegen des massiven Befalls durch den Eichenprozessionsspinner und die Gefahren für Kinder und Erzieherinnen zu fällen. Als die Diskussion für den Gemeinderat freigegeben war, wurde aus den Reihen des Rats ein Antrag auf Vertagung gestellt, da wohl noch weitergehende Informationen zu diesem Thema benötigt wurden. Das Gremium stimmte dann mehrheitlich für den Antrag und somit war der Punkt vertagt. Andere angemeldete Wortmeldungen von Ratsmitgliedern wurden nicht mehr zugelassen, da der Punkt mit der Vertagung beendet war. Ein Gemeinderat wurde dennoch sehr laut und griff seinen Kollegen, der den Vertagungsantrag gestellt hatte, verbal massiv an. Die Zeitung berichtete hierüber (leider) sehr ausführlich.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ist schon sehr schade, dass ein solches Thema den Gemeinderat spaltet. Dennoch hatten sich die Gemüter wieder beruhigt und der Gemeinderat hatte sich bereits am nächsten Tag bei seinem Kollegen auch entschuldigt.

An den darauffolgenden Tagen ging es in unserer Gemeinde weiter mit dem Thema „Fällen der Eichen am Kindergarten“. Aufgebrachte Eltern, deren Kinder den Kindergarten besuchen, Einwohner, die bereits massiven Ausschlag bekommen hatten, ebenso Einwohner, die gegen das Fällen der Bäume sind, suchten die Gemeinderäte zu Hause auf, schrieben Briefe und baten um Unterstützung für das Fällen der Bäume. Das ist grundsätzlich auch legitim.
Dennoch muss man hier betonen, dass die Gemeinderäte ehrenamtlich tätig sind. Außerdem vertreten sie in ihrer Funktion als gewählte Ratsmitglieder auch Bürger mit verschiedenen Meinungen und daher muss es auch möglich sein, diese Meinungen im Gremium offen zu vertreten. Das ist Demokratie.
Und genau diese Demokratie und die notwendige Akzeptanz sowie das nötige gegenseitige Verständnis wünsche ich mir in Zukunft in unserer Gemeinde. Es kann nicht sein, dass ein Thema wie das beabsichtigte Fällen von 5 Eichen am Kindergarten den Gemeinderat oder die Gemeinde spaltet. Jeder gewählte Vertreter der Bürgerschaft muss seine Meinung frei und offen äußern können, ohne danach deswegen angeklagt zu werden.
Es kann auch nicht sein, dass es im Wirtshaus am Stammtisch zu massiv verbalen Anschuldigungen kommt wegen dieses Themas.
Es kann ebenso wenig sein, dass Menschen gemieden werden, weil sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit ausfüllen. Jeder hat seine Denkweise und seine Ansicht dazu.
Aber ich bitte Sie alle: Akzeptieren Sie die Meinung Ihres Gegenübers. Nur so können wir weiterhin ein gutes und faires Miteinander gewährleisten.

Mitglieder des Gemeinderats waren in der vergangenen Woche in Berlin und haben dort u.a. das Kanzleramt besucht. Hier ein Bild, das Bände spricht. Zwei Gemeinderäte, die zum Thema „Eichen am Kindergarten“ unterschiedliche Ansichten haben. Gemeinderat Kaspar hat sich bei Gemeinderat Kraus nach der vergangenen Sitzung entschuldigt und beide gaben sich vor prominenter Kulisse die Hand. So sollten wir das alle tun.

In der Hoffnung auf ein friedliches und ruhiges Miteinander in gelebter Demokratie!


Ihre Bürgermeisterin
Anja Wagemann