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Artikel vom 13.03.2019

Amphibienbetreuung im Bereich der Gemeinde Fichtenau

Werte Leserinnen und Leser,

Sie werden es aktuell schon wieder bemerkt haben:
Die Frösche und Kröten sind wieder unterwegs.


Nachfolgend möchten wir Ihnen hier aufzeigen, was in der Gemeinde Fichtenau aktiv zum Schutze dieser Tiere getan wird.


Gleichzeitig hoffen wir, dass Sie sich doch angesprochen fühlen und aktiv an ihrem Schutz beteiligen wollen.

Neben anderen Vereinen, die sich dem Schutz der Amphibien widmen, werden vom Schwäbischen Albverein e.V., Ortsgruppe Fichtenau, einige Wanderstrecken dieser Tiere durch Zäune und Sammelmaßnahmen geschützt.

Dabei ist es 2018 gelungen, dass nun auch entlang des Völkerweihers ein Amphibienschutz- bzw. –Sammelzaun errichtet werden konnte, der aktuell nahezu mit dem bereits vorhandenen Amphibienschutzzaun entlang der L 1070, zwischen Wäldershub und Wildenstein (bzw. der BAB 7), zusammengeschlossen ist.

Die Betreuung dieser insgesamt rund 900 Meter langen Zaunstrecken erfordert natürlich einen gewissen Aufwand, sowohl an Personen als auch an Zeit.

Insbesondere jetzt, wenn die Tiere anfangen zu wandern, muss schnell und entlang der ganzen Zäune deren Wirksamkeit überprüft und eventuell wieder hergestellt werden.

Um die Amphibien nun aufzufangen, müssen in nahezu regelmäßigen Abständen Sammeleimer in den Boden, eingegraben werden.Diese Eimer müssen täglich überprüft werden, sinnigerweise am frühen Morgen, denn die Amphibien wandern nur in der Dämmerung. Regenwasser sowie auch andere Tiere müssen wieder aus dem Eimer befreit werden.

Wo kein Zaun ist, muss dann jeden Abend die Strecke mehrfach abgegangen werden, um die Amphibien vor dem überfahren zu bewahren.

Unsere heutigen Autos sind so konstruiert, dass sich beim Fahren ein Unterdruck entwickelt.

Dieser Unterdruck sorgt dafür, dass auch Tiere, die nicht bereits von einem Autoreifen zerdrückt werden, sterben, weil ihre Atmungsorgane durch diesen Unterdruck zum Platzen gebracht werden.

Da sich dieses Problem bereits bei Geschwindigkeiten ab ca. 30 km/h einstellt, bitten wir Sie, an Ihnen bekannten oder Ihnen durch aufgestellte Verkehrszeichen ganz besonders deutlich gemachten Orten, an denen mit Amphibien zu rechnen ist, nicht schneller oder doch besonders langsam zu fahren.

Wenn Sie sich aktiv/aktiver beim Amphibienschutz einbringen wollen:

Die Ortsgruppe Fichtenau des Schwäbischen Albvereins e.V. betreut aktuell drei Streckenabschnitte mit Amphibienaufkommen.

Es sind dies jeweils eine mit Schutz- und Fangzaun versehene Strecke entlang

  • der Landesstraße 1070, zwischen Wäldershub und Wildenstein, Länge: rund 650 Meter
  • der Gemeindeverbindung von der Landesstraße 1070 zur Wohnsiedlung Völkermühle (bzw. weiter Ri. Fichtenhof), Länge rund 230 Meter
  • der Gemeindeverbindung von Wildenstein nach Unterdeufstetten, ab dem Sportheim des SV Wildenstein, Länge ca. 200 Meter ohne Fang- und Sammelzaun

Was muss ich tun, wenn ich mithelfen möchte:

  •  Überprüfung und Reparatur des Amphibienzauns, auf der gesamten Länge nach der Winterperiode (Schneebruch, Holzernte, …)
  • Unmittelbar vorm/beim Einsetzen der Amphibienwanderung sind in Abständen von ca. 20 bis 25 Meter Kunststoffeimer am Zaun einzugraben
  • Die für die restliche Jahreszeit geschaffenen Durchgänge durch die Schutzzäune müssen wieder geschlossen werden

Tätigkeiten über die Dauer der Amphibienwanderung:

  • Die versenkten Eimer müssen nun täglich überprüft und entsprechend geleert werden
  • Die Transporteure müssen dabei ein besonderes Augenmerk auf den Straßenverkehr haben (Arbeiten im Bereich der Straße - Tragepflicht von Warnwesten)
  •  Als Arbeitsnachweis, aber insbesondere für die langjährige Betrachtung der Tierzahlen selbst, müssen die so über die Straße getragenen Amphibien für die Naturschutzbehörde nach Art und Anzahl gezählt und erfasst werden.
  • Nach Abschluss der Amphibien-Wandersaison sind die Eimer wieder zu entfernen, die Eimerlöcher zu schließen und Durchgänge (Igel, Kaninchen, usw.) durch den Amphibienzaun zu schaffen.

Was bekomme ich dafür?

Es gibt eine kleine Entlohnung. Ihre ehrenamtliche Mitarbeit honoriert die Naturschutzbehörde mit einer Vergütung der Fahrtkilometer (vergleichbar der Geltendmachung beim Steuerausgleich) und einer Zeit-Aufwandsentschädigung von rund 1 Euro/Stunde.

Brauche ich Gerätschaften/Werkzeug?

Wenn Sie sich einem der Helfer anschließen, kann der Sie möglicherweise mit Werkzeug mitversorgen.

Wenn Sie aber Spaten, Erdschaufel und einen eisernen Rechen haben, um die Eimer einsetzen zu können, vielleicht auch noch ein Hand-Tackergerät (zur Befestigung des Zaunes an den Holzpfosten) und einen nicht ganz kleinen Hammer (zum Einschlagen der Holzpfosten), ist das sehr hilfreich.

Sie sollten auch an witterungsgerechte Kleidung denken.

Wer hilft mir weiter, wenn ich (mit-)helfen will?

Bei der Ortsgruppe Fichtenau des Schwäbischen Albvereins e.V. kann Ihnen Karl-Heinz Pröger, Telefon: 07962 – 2208, mehr erzählen und erklären. Auch ein Schnuppergang ist möglich.

Welche Amphibien gibt es in Fichtenau?

Die im Bereich von Fichtenau hauptsächlich vorkommenden Amphibienarten lassen sich relativ schnell aufzählen, denn das sind hauptsächlich:

  • Erdkröten (rund 700 Tiere)
  • Grasfrösche (rund 10 Tiere)
  • Kammmolche (vereinzelt)

Und dann sind da noch die Zaun- oder Waldeidechsen, die bei wärmeren Temperaturen in den Eimern zu finden sind und so das Ende der Amphibienwanderung anzeigen.