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    → Art. 6 Abs. 1 lit. b) DS-GVO
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    → Art. 6 Abs. 1 lit. c) DS-GVO

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  Wir verarbeiten personenbezogene Daten, solange dies für den jeweiligen Zweck erforderlich ist. Dies umfasst im Regelfall die gesamte Dauer unserer Geschäftsbeziehung, was beispielsweise auch die vorvertragliche Kommunikation beinhaltet. Weiterhin unterliegen wir verschiedenen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten, die sichunter Anderem aus dem Handelsrecht und Steuerrecht ergeben. Die dort vorgegebenen Fristenbetragen zwei bis zehn Jahre, in Ausnahmefällen bis zu 30 Jahre. Selbstverständlich können Sie jederzeit (s.u.) Auskunft über die bei uns zu Ihrer Persongespeicherten Daten verlangen und im Falle einer nicht bestehenden Erforderlichkeit eine Löschung der Daten oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen.
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Starkregenrisikomanagement

Vorsorge Hochwasser und Starkregen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit dem Beginn der wärmeren Monate startet auch die Starkregensaison, die typischerweise von Mai bis September dauert. Starkregenereignisse sind plötzlich auftretende, heftige Niederschläge, die in kurzer Zeit große Wassermengen auf kleinen Flächen freisetzen. Anders als normaler Regen, der über einen längeren Zeitraum fällt und sich flächig verteilt, kann Starkregen innerhalb weniger Minuten erhebliche Schäden verursachen. Die Folgen können gravierend sein: Überflutungen von Straßen, Kellern und Grundstücken, Schäden an Gebäuden und Infrastruktur sowie Gefährdung Ihrer Gesundheit durch starke Wasserströmungen.

Sind Sie gefährdet?

Die Gemeinde hat hierzu kommunale Starkregengefahrenkarten für bestimmte Szenarien erarbeiten lassen. Mit dieser können Sie für jedes Gebäude und jeden Straßenzug der Gemeinde prüfen, ob eine Betroffenheit vorliegt.

Die kommunale Starkregengefahrenkarten finden sie hier:

https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/6N5oKxen5mCAEejFghyaEh

https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/6zOwznRLO6bF5mJmPnbq13

Wie können Sie sich schützen?

Jeder Einzelne trägt Verantwortung für den Schutz seines Eigentums. Die Vorsorge vor Schäden durch Hochwasser und Starkregen ist gesetzlich als Eigenvorsorgepflicht geregelt (§ 5 Wasserhaushaltsgesetz - WHG).

Ein Großteil der Schäden entsteht durch eine fehlende Rückstausicherung. Sorgen sie bitte dafür, dass Abwasseranschlüsse in z.B. Kellerräumen (unterhalb der Rückstauebene der Kanalisation) über eine entsprechende Sicherung wie z.B. eine Rückstauklappe oder Hebeanlage verfügt.

Schützen Sie vor allem in tiefen liegenden Stockwerken (Keller, EG) auch Fenster, Türen und Lüftungsschächte vor einem möglichen Wassereintritt und lagern Sie Wertgegenstände erhöht. Manchmal reichen schon leichte Aufkantungen an den Fenstern und Kellereingängen, um den Wassereintritt zu vermeiden. Wenn Sie Dachrinnen und Regenwassereinläufe auf Ihrem Grundstück sauber halten, reduzieren sie zudem die Gefahr.

Sollte es zu einen Wassereintritt in Ihren Keller kommen, betreten Sie diesen nicht mehr bzw. verlassen diesen bitte sofort. Es besteht Lebensgefahr.

Weitere Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen finden Sie auf der Website der Gemeinde unter: www.fichtenau.de

Bleiben Sie informiert und schützen Sie sich und Ihr Eigentum!

Ihre Gemeinde Fichtenau

Was ist Starkregen?

Starkregen beschreibt außergewöhnlich intensive Niederschläge, die in kurzer Zeit große Mengen Wasser auf eine begrenzte Fläche bringen. Dabei kann Starkregen sowohl lokal begrenzt als auch großflächig auftreten. Diese Wetterphänomene entstehen oft durch langsam ziehende oder stationäre Gewitterzellen. Die Kanalisation ist auf diese Wassermassen nicht ausgelegt, wodurch es zu Überflutungen kommen kann. Starkregen kann unabhängig von Jahreszeiten auftreten, ist jedoch im Sommer aufgrund von Wärmegewittern häufiger. Besonders gefährdet sind tieferliegende Gebiete, urbane Räume mit vielen versiegelten Flächen sowie Täler und Flussniederungen. Die Folgen von Starkregen sind nicht nur Sachschäden, sondern auch Gefahren für Leib und Leben. Durch den Klimawandel nimmt die Häufigkeit und Intensität solcher Regenfälle zu. Starkregen ist daher ein ernstzunehmendes Naturphänomen, das sowohl private Haushalte als auch Kommunen fordert.

Was ist Starkregenrisikomanagement?

Starkregenrisikomanagement umfasst alle Maßnahmen, die das Risiko und die Auswirkungen von Starkregenereignissen mindern sollen. Es kombiniert präventive Planung, Schutzmaßnahmen und eine effektive Gefahrenabwehr. Ein wichtiger Bestandteil ist die Gefährdungsanalyse, bei der gefährdete Gebiete identifiziert und potenzielle Risiken bewertet werden. Darauf aufbauend können Maßnahmen wie die Schaffung von Rückhaltebecken, die Renaturierung von Flächen oder der Bau von Entwässerungssystemen umgesetzt werden. Auch kommunale Bauleitplanung spielt eine zentrale Rolle, etwa durch die Begrenzung von Versiegelung oder die Schaffung von Grünflächen. Öffentlichkeitsarbeit ist essenziell, um Betroffene für Eigenvorsorge zu sensibilisieren. Risikomanagement endet jedoch nicht bei Prävention, sondern umfasst auch Notfallpläne für den Ernstfall. Ziel ist es, Schäden so gering wie möglich zu halten und eine schnelle Wiederherstellung der Normalität zu gewährleisten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Behörden, Privatwirtschaft und Bürgern ist dabei entscheidend. Der Klimawandel macht ein effektives Starkregenrisikomanagement immer wichtiger.

Eigenvorsorge

Eigenvorsorge bedeutet, selbst Maßnahmen zu ergreifen, um die eigenen vier Wände und das eigene Leben vor den Folgen von Starkregen zu schützen. Hausbesitzer können beispielsweise Rückstauklappen oder Hebeanlagen zur Kanalisation einbauen lassen, um einen Rückstau zu verhindern. Eine regelmäßige Wartung von Dachrinnen und Abflüssen sorgt dafür, dass Regenwasser ungehindert abfließen kann. Auch das Abdichten von Kellern und die Erhöhung von Lichtschächten sind wichtige Maßnahmen. Im Garten helfen Mulden und Versickerungsflächen, Regenwasser aufzunehmen und den Abfluss zu verzögern. Wertsachen und wichtige Dokumente sollten in wasserdichten Behältern oder auf erhöhten Ebenen gelagert werden. Es ist außerdem sinnvoll, eine Notfallausrüstung mit Taschenlampen, Gummistiefeln und Sandsäcken bereitzuhalten. Eigenvorsorge beginnt jedoch schon mit der richtigen Bauweise bei Neubauten, etwa durch die Wahl eines sicheren Baugrunds und die Vermeidung von Flächenversiegelung. Die eigene Aufmerksamkeit für Wetterwarnungen und potenzielle Gefahrenbereiche ist ebenso Teil der Vorsorge. Durch rechtzeitige und gut geplante Eigenvorsorge können Schäden erheblich reduziert werden.

Versicherung

Eine Versicherung gegen Starkregen ist ein essenzieller Schutz vor den finanziellen Folgen von Überflutungen. Die klassische Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel keine Schäden durch Überschwemmungen oder Rückstau ab. Hierfür ist eine zusätzliche Elementarversicherung notwendig. Diese übernimmt Schäden, die durch Naturgefahren wie Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutsche oder Schneedruck entstehen. Hausbesitzer und Mieter sollten prüfen, ob ihr Versicherungsschutz ausreichend ist, und gegebenenfalls eine Erweiterung abschließen. Wichtig ist, dass die Versicherung vor Eintritt eines Schadens abgeschlossen wird, da sie sonst keine Leistung erbringt. Die Kosten der Elementarversicherung richten sich nach dem individuellen Risiko des Standorts. Es kann hilfreich sein, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, um die richtige Police zu finden. Auch Inventarversicherungen können für Schäden an Möbeln oder Elektronik sinnvoll sein. Im Schadensfall sollte der Versicherer umgehend informiert und der Schaden dokumentiert werden, beispielsweise durch Fotos. Eine frühzeitige Absicherung kann existenzbedrohende finanzielle Belastungen verhindern.

Hilfreiche Warnapps

Warnapps sind wertvolle Werkzeuge, um frühzeitig über Starkregen und andere Wettergefahren informiert zu werden. Zu den bekanntesten Apps in Deutschland gehören NINA, KATWARN und WarnWetter. Diese Apps bieten aktuelle Informationen zu Unwettern und Naturgefahren, oft mit detaillierten Karten und Warnstufen. Nutzer können ihren Standort oder bevorzugte Regionen eintragen, um gezielt Warnungen zu erhalten. Einige Apps bieten auch Verhaltenshinweise oder Links zu Notfallmaßnahmen. Push-Benachrichtigungen sorgen dafür, dass wichtige Warnungen direkt auf das Smartphone gelangen. Viele Apps sind kostenlos und können individuell angepasst werden, etwa durch die Auswahl spezifischer Gefahrenarten. Neben Starkregenwarnungen informieren sie oft auch über Hochwasser, Stürme oder Hitzewellen. Regelmäßige Updates und die Verknüpfung mit amtlichen Quellen wie dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gewährleisten eine hohe Zuverlässigkeit. Für einen umfassenden Schutz ist es sinnvoll, mehrere Warnapps parallel zu nutzen. Mit solchen digitalen Helfern bleibt man stets gut informiert und kann rechtzeitig handeln.

Verhalten im Starkregenfall

Im Fall von Starkregen ist schnelles und überlegtes Handeln gefragt, um Gefahren zu minimieren. Zunächst sollte man versuchen, sich in höhergelegene Bereiche zu begeben und überschwemmte Straßen oder Unterführungen zu meiden. In Gebäuden ist es ratsam, sich von Kellern und anderen tiefgelegenen Räumen fernzuhalten. Elektrische Geräte und Stromanschlüsse sollten aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Falls möglich, sollten Fenster, Türen und Lichtschächte abgedichtet werden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Auf der Straße ist Vorsicht geboten: Bereits geringe Wassermengen können Fahrzeuge zum Schwimmen bringen. Auch in Gebäuden gilt es, Ruhe zu bewahren und auf Warnungen und Anweisungen von Behörden zu achten. Nach dem Starkregen sollte man betroffene Räume erst betreten, wenn sich das Wasser zurückgezogen hat und keine Einsturzgefahr besteht. Eine gute Vorbereitung und die Einhaltung von Verhaltensregeln können Leben retten und Schäden begrenzen.

Wie verhalte ich mich bei einer Überflutung?

  • Schützen Sie sich und Ihr Leben
  • Bei einem Notfall wählen Sie den Notruf der Feuerwehr (Telefonnummer: Telefonnummer: 112).
  • Bleiben Sie im Gebäude (obere Etagen) und meiden Sie überflutete Räume (Stromschlaggefahr!)
  • Wenn noch genug Zeit ist, schalten Sie Strom und Heizung in gefährdeten Räumen ab!
  • Verfolgen Sie die Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de) und Meldungen der Regionalprogramme.
  • Benutzen Sie ein Mobiltelefon nur in Notfällen, um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden.
  • Helfen Sie Ihren Nachbarn, solange ihr eigenes Leben dadurch nicht gefährdet wird. Achten Sie auf hilfsbedürftige Personen in der Nähe.
  • Verstauen Sie schädliche Stoffe (wie z.B. Chemikalien und Umweltgifte) in wasserdichten Behältnissen.
  • Überflutete Bereiche in Senken und im Umfeld der Kanalisation meiden.

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