Besuch bei Freunden in Krippen
icon.crdate10.09.2026
Eine Gruppe von 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Bürgermeisterin Anja Schmidt-Wagemann an der Spitze besuchten vom 28. bis 30. August 2026 die Partnergemeinde Krippen. Drei abwechslungsreiche Tage mit Kultur, Natur und vielen herzlichen Begegnungen machten erneut deutlich, wie lebendig die langjährige Partnerschaft zwischen Fichtenau und Krippen ist.
Auf der Hinfahrt legte die Reisegruppe einen Zwischenstopp in Weimar ein. Bei einer Stadtführung durch die historische Innenstadt erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vielfältige Einblicke in die Geschichte der bedeutenden Kulturstadt. Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Johann Sebastian Bach sind eng mit Weimar verbunden. Auch das Bauhaus wurde 1919 dort gegründet.
Die Führung führte unter anderem am Stadtschloss und am Marstall vorbei. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die bei einem verheerenden Brand im Jahr 2004 schwer beschädigt wurde. Rund 50.000 Bücher gingen damals unwiederbringlich verloren, weitere 62.000 Bände wurden teilweise erheblich beschädigt. Trotz des regnerischen Wetters bot die Führung einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältige Geschichte Weimars.
Am späten Nachmittag erreichte die Reisegruppe Krippen. Dort stand am Abend der Besuch der traditionellen Kirmes auf dem Programm. Der Bieranstich, der Laternenumzug der Kinder und ein beeindruckendes Feuerwerk sorgten für einen stimmungsvollen Auftakt des Partnerschaftswochenendes. Vor allem bot die Kirmes wieder viele Gelegenheiten für Gespräche und Begegnungen mit den Freunden aus Krippen.
Am Samstag führte der gemeinsame Ausflug mit der historischen Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall. Die seit 1898 bestehende Bahn verbindet Bad Schandau mit dem Kirnitzschtal und zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz.
Vom Lichtenhainer Wasserfall aus wanderte ein Teil der Gruppe durch die eindrucksvolle Felsenlandschaft hinauf zum Kuhstall auf dem Neuen Wildenstein. Das natürliche Sandsteintor ist rund 11 Meter hoch, 17 Meter breit und 24 Meter tief und gehört zu den bekanntesten Wanderzielen im Nationalpark Sächsische Schweiz. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklommen zusätzlich die sogenannte Himmelsleiter. Diese führt durch eine schmale Felsspalte hinauf zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Felsentores. Andere nutzten die Zeit für einen Besuch in Bad Schandau.
Am Samstagnachmittag blieb Zeit, die besonderen Wettbewerbe und Traditionen der Krippener Kirmes zu erleben. Beim Klobeckenweitwurf und Stiefelweitwurf waren Geschick und Schwung gefragt. Gleichzeitig fand das traditionelle Vogelschießen statt, bei dem die einzelnen Teile eines hölzernen Vogels nach und nach abgeschossen werden. Am Abend wurde bei Musik und guter Stimmung gemeinsam mit den Freunden aus Krippen weitergefeiert.
Am Sonntag besuchte die Reisegruppe auf der Heimfahrt das Porzellanikon in Selb. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Rosenthal-Fabrik und gilt als Europas größtes Museum für Porzellan. Auf mehr als 8.000 Quadratmetern wird die Geschichte der Porzellanherstellung anschaulich dargestellt.
Bei einer Führung durch die historischen Fabrikhallen erfuhren die Gäste, wie aus Kaolin, Quarz und Feldspat das sogenannte weiße Gold entsteht. Alte Maschinen, original erhaltene Rundöfen und zahlreiche Ausstellungsstücke vermittelten einen lebendigen Eindruck von den früheren Arbeitsbedingungen in der Porzellanindustrie. Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie viele einzelne Arbeitsschritte und wie viel handwerkliches Können für die Herstellung eines Porzellanstücks erforderlich sind.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen trat die Gruppe die Heimreise nach Fichtenau an. Hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern lagen drei erlebnisreiche Tage mit vielen neuen Eindrücken. Im Mittelpunkt standen jedoch erneut die persönlichen Begegnungen: Aus der kommunalen Partnerschaft sind im Laufe der Jahre zahlreiche Freundschaften entstanden. Genau diese Verbundenheit und die Freude über das regelmäßige Wiedersehen machen die Besuche in Krippen bis heute zu etwas ganz Besonderem.




